Museum für Siedlungsgeschichte im PAMINA-Raum

Geschichte wird lebendig

...im Museum für Siedlungsgeschichte im PAMINA-Raum im „alten Rathaus“ in Rheinstetten-Neuburgweier, Rheinstraße 16. Hier werden Sie eingeladen, einen Amtmann bei seiner Ortsbereisung einer Siedlung zu begleiten. Solche Bereisungen sind für die Orte der Region etwa von der Mitte des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts belegt. Die Begutachtung der Verhältnisse in den Dörfern durch Abgesandte des jeweiligen Ortsherren fand zu allen Zeiten in unterschiedlichen Abständen statt. An der Seite des fiktiven Oberamtmanns Gustav Schreiber bereisen die Besucher verschiedene Orte einer dörflichen Siedlung am Oberrhein.

Die erste Station führt auf "Feld und Flur".

Die klimatischen und geologischen Voraussetzungen der Oberrheinebene sowie die Nähe zum Wasser lockten bereits früh Menschen zur Ansiedlung an. Schon die Kelten und Römer ließen sich in der Region nieder. Bis ins 19. Jahrhundert prägte die Landwirtschaft das Leben der Menschen und das Bild der Siedlungen.

Die spezifischen Siedlungsbedingungen im Bezug zur Lage am Rhein werden an "Rhein und Ufer" deutlich.

Einerseits barg das Leben in der Nähe des Flusses mit häufigem Hochwasser große Gefahren: Nicht selten wurden weite Flächen oder ganze Ortschaften von den Fluten weggerissen. Andererseits begründete die Flussnähe die Existenz vieler Orte; sie wurden von einer Fähr- oder Zollstation oder einem Hafen geprägt. Die Nähe zum Rhein wurde im Laufe der Jahrhunderte aber auch aus ganz anderen Gründen zur Bedrohung. War doch der Rhein immer wieder eine heftig umkämpfte Grenze.

Die Ortsbereisung führt die Museums-Besucher weiter ins Zentrum der Ortschaften, auf den "Dorfplatz".

Von hier aus wird ein Überblick über verschiedene Institutionen und Einrichtungen geboten, die das gemeinschaftliche Dorfleben bis in die Gegenwart prägen. Dazu gehören Schule, Rathaus und Kirche, aber auch die Wirtshäuser oder Brunnen. Der Weg der Ortsentwicklung vom mittelalterlichen Dorf bis hin zur modernen Stadt wird nachgezeichnet.

Gemeinsam mit dem Ortsbereiser besuchen die Museumsgäste auch "Haus und Heim" eines Dorfbewohners.

Die erste Hälfte des 19. Jh. war von sozialer Not geprägt. Für viele der Dorfbewohner blieb als letzter Ausweg die Auswanderung, die zumeist in die USA führte. Mit der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jh. entstanden auch in Baden neue Arbeitsplätze in den Fabriken. Viele der Bauern wurden zu Fabrikarbeitern und die Landwirtschaft wurde zunehmend im Nebenerwerb betrieben. Die Bevölkerungsexplosion des 19. Jh. wirkte sich auch auf das Siedlungsbild prägend aus.

Diese einschneidenden Veränderungen, welche die Siedlungen in kurzer Zeit enorm anwachsen ließen, betrachten die Besucher gemeinsam mit dem Ortsbereiser auf der letzten Station ihrer Reise am "Ortsetter".

Jahresprogramm zum Downloaden (pdf, 1,12 mb)
Museumsnacht und Kunstmarkt am 24.5.2017 (mehr Infos, 1,22 mb)

Öffnungszeiten

Januar geschlossen

Februar bis Dezember
jeden 1. und 3. Sonntag im Monat
feiertags
und jeden Sonntag in den Sommerferien
jeweils von 14 bis 17 Uhr

Führungen und Kindergeburtstage sind jederzeit nach Absprache auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich

Kontakt

Stadtverwaltung Rheinstetten
Hauptamt
Stadthaus 1,
Rappenwörthstraße 49
D 76287 Rheinstetten
07242/95 14-450
E-Mail: museum@rheinstetten.de www.rheinstetten.de


Impressum